Aus dem Stadtrat - Konstituierende Sitzung
Bericht aus der Stadtratssitzung vom 12.05.2026
Konstituierende Sitzung des neuen Schongauer Stadtrates
Mit der konstituierenden Sitzung am 12. Mai hat offiziell die neue Wahlperiode des Schongauer Stadtrates begonnen. Es war eine lange, aber wichtige Sitzung, in der die organisatorischen Grundlagen für die kommenden sechs Jahre gelegt wurden.
Bereits zu Beginn der Sitzung sorgte ein Antrag der ALS für Diskussionen. Die Fraktion beantragte, den Tagesordnungspunkt zur Besetzung der Referentenposten von der Tagesordnung zu nehmen und auf eine spätere Sitzung zu verschieben. Da zu diesem Zeitpunkt die neuen Stadträte allerdings noch nicht vereidigt waren, konnte über den Antrag zunächst nicht abgestimmt werden.
Im Anschluss wurde der Erste Bürgermeister vereidigt. Danach eröffnete Bürgermeister Thomas Schleich die neue Wahlperiode mit einer kurzen Ansprache.
Ein besonderer Moment war anschließend die Vereidigung der neu gewählten Stadträtinnen und Stadträte, von der CSU waren drei neue Mitglieder (Franz Zwingmann, Robert Kassebaum, Markus Wühr) dabei. Nach dem Amtseid erhielten die neuen Mitglieder ihre Amtskette von Bürgermeister Thomas Schleich überreicht – ein würdiger Auftakt für die kommende Amtszeit.
Danach stand erneut der Antrag der ALS auf der Tagesordnung. Dieser wurde schließlich mehrheitlich abgelehnt. Kornelia Funke verwies in der Diskussion darauf, dass der Antrag verspätet eingereicht worden sei und keine Dringlichkeit vorgelegen habe. Ich selbst habe darauf hingewiesen, dass wir die Referentenposten gerade zu Beginn der neuen Wahlperiode besetzen sollten, damit der Stadtrat arbeits- und handlungsfähig bleibt. Änderungen seien jederzeit mit einem form- und fristgerechten Antrag möglich. Als Beispiel habe ich auf meinen eigenen Antrag aus dem Jahr 2020 verwiesen, mit dem damals zusätzliche Referentenposten geschaffen wurden.
Ein weiterer wichtiger Punkt der Sitzung war die Entscheidung über die Zahl der weiteren Bürgermeister. Der Stadtrat beschloss einstimmig, wie gesetzlich vorgeschrieben, einen Zweiten Bürgermeister zu wählen. Auf die Wahl eines Dritten Bürgermeisters wurde ebenfalls einstimmig verzichtet.
Im Anschluss folgte die Wahl des Zweiten Bürgermeisters in geheimer Abstimmung. Aus der Mitte des Stadtrates wurden drei Kandidaten vorgeschlagen.
Für die SPD wurde Tobias Fuhrmann vorgeschlagen. Falk Sluyterman hob dessen langjähriges Engagement hervor und verwies darauf, dass er als freischaffender Fotograf die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt unterstützen könne.
Kornelia Funke schlug mich als Kandidaten der CSU-Fraktion vor und verwies dabei auf meine langjährige Erfahrung als Diplom-Verwaltungwirt, ehemaliger Pressesprecher des Landratsamtes sowie CSU-Fraktionsvorsitzender. Sie bezeichnete mich als gute Ergänzung zu Bürgermeister Thomas Schleich.
Überraschend brachte Gregor Schuppe zudem Daniela Puzzovio als Kandidatin ins Spiel. Sie war bereits in der vergangenen Wahlperiode Zweite Bürgermeisterin gewesen und wurde von ihm ausdrücklich für ihre bisherige Arbeit gelobt. Zuvor hatte sie allerding auf eine weitere Amtszeit mehrfach öffentlich verzichtet.
Das Wahlergebnis fiel dann deutlich aus: Vier Stimmen entfielen auf Tobias Fuhrmann, fünf Stimmen auf Daniela Puzzovio und fünfzehn Stimmen auf mich. Damit wurde ich bereits im ersten Wahlgang zum Zweiten Bürgermeister der Stadt Schongau gewählt.
Nach der Wahl habe ich erklärt, dass ich dieses Amt mit Herz, Bodenhaftung und viel Engagement ausüben werde.
Anschließend erfolgte die Vereidigung des Zweiten Bürgermeisters und die übergabe der goldenen Amtskette, die etwas schwerer zu tagen ist.
Darüber hinaus wurden der Erste Bürgermeister und der Zweite Bürgermeister zu sogenannten Eheschließungsstandesbeamten bestellt. Damit können künftig auch Trauungen durch die Bürgermeister vorgenommen werden, allerding müssen beide dazu noch einen entsprechenden Kurs besuchen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die Geschäftsordnung des Stadtrates. Im Wesentlichen bleibt die bisherige Geschäftsordnung aus der Wahlperiode 2020 bis 2026 bestehen. Ergänzt wurden einzelne Punkte aus der Mustergeschäftsordnung des Bayerischen Gemeindetages. Unter anderem wurden Zuständigkeiten des Bau- und Umweltausschusses erweitert und Regelungen zu Ordnungsgeldern bei erheblichen Störungen von Sitzungen aufgenommen.
Auch die Haupt- und Entschädigungssatzung wurde beschlossen. Neu aufgenommen wurde eine monatliche Technikpauschale für die Stadträtinnen und Stadträte.
Im weiteren Verlauf wurden die Fraktionsvorsitzenden bekanntgegeben und die Ausschüsse neu besetzt. Für die CSU-Fraktion übernimmt Kornelia Funke den Fraktionsvorsitz. Stellvertreter sind Franz Zwingmann und Robert Kassebaum.
Die CSU bleibt mit sieben Stadträten stark vertreten und stellt in allen wichtigen Ausschüssen jeweils drei Sitze.
Im Bau- und Umweltausschuss vertreten uns Kornelia Funke, Florian Jocher und Hans Rehbehn.
Im
Haupt- und Finanzausschuss
arbeiten Kornelia Funke, Franz Zwingmann und Hans Rehbehn mit.
Dem
Heiliggeist-Spital-Stiftungsausschuss gehören Kornelia Funke, Franz Zwingmann und Marianne Porsche-Rohrer an.
Im
Rechnungsprüfungsausschuss vertreten die CSU Kornelia Funke und Robert Kassebaum.
Im
Bäderausschuss arbeiten Markus Wühr, Robert Kassebaum und Marianne Porsche-Rohrer mit.
Im
Verwaltungsrat des Plantsch wurde Marianne Porsche-Rohrer entsandt.
Dem
Verwaltungsrat der Stadtwerke gehören Hans Rehbehn, Franz Zwingmann und Markus Wühr an.
In die
Verbandsversammlung der Mittelschule wurde Marianne Porsche-Rohrer berufen.
Das
Kuratorium des Jugendzentrums übernimmt Florian Jocher.
Im
Tourismusverband Pfaffenwinkel
vertritt Kornelia Funke die CSU-Fraktion.
Auch die Referentenbereiche wurden neu besetzt. Marianne Porsche-Rohrer übernimmt den Bereich Behindertenarbeit. Kornelia Funke wurde als Referentin für Kultur und Tourismus bestellt.
Insgesamt war die Sitzung ein sachlicher und geordneter Start in die neue Wahlperiode. Mit der Vereidigung der neuen Mitglieder, der Besetzung der Ausschüsse und den organisatorischen Entscheidungen ist der Stadtrat nun arbeitsfähig und kann die kommenden Herausforderungen für Schongau angehen.
Hans Rehbehn








